Liebe Gäste, liebe Besucher dieser Internetseite, Sie haben hier die Möglichkeit, Ihren Gedankenaustausch mit anderen Patienten oder deren Angehörigen zu pflegen, Lob oder Kritik zu äussern und Wünsche an uns zu übermitteln. Ausserdem finden Sie Beiträge, welche lesenswert und sicher in vielen Fällen auch hilfreich sind.

Ihr Moderator ist Dipl.-Ing.K.Steinmetz (VDI)




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Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Do 01 Mai 2008 11:19:53 CEST
Betreff:Newsletter 6
 

T.und A. Ertelt haben die neueste Ausgabe ihres Newsletters übermittelt.
Sie finden auch diese Ausgabe wie gewohnt auf unserer Seite "News"

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20


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Sa 05 Apr 2008 10:42:38 CEST
Betreff:Sonderausgabe Newsletter von T. und A. Ertelt
 

Es ist am 05.04.2008 ein Newsletter mit wichtigen Terminen erschienen, den Sie auf der Seite News in einer PDF-Datei lesen können.

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19


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Sa 01 Mär 2008 11:24:20 CET
Betreff:Newsletter 5 März-April 2008
 

Die neueste Ausgabe des Newsletter von T.u.A.Ertelt, Halver, haben wir veröffentlicht auf unserer Seite "News"

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18


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:So 06 Jan 2008 12:14:36 CET
Betreff:Newsletter 4 (Januar/Februar 2008) von T. und A. Ertelt, Halver
 

T. und A. Ertelt haben uns den Newsletter Nr. 4 übermittelt.
Herzlichen Dank dafür !

Der Newsletter enthält wiederum viele interessante und sehr
lesenswerte Beiträge.

Den gesamten Wortlaut können Sie auf unserer Homepage über den Button NEWS in der Navigationsleiste aufrufen.

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17


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Do 20 Dez 2007 20:45:01 CET
Betreff:Weihnachts- und Neujahrsgrüsse
 

Das gesamte "In guten Händen"-Team wünscht mit einem herzlichen Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein gutes und glückliches 2008.

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16


Name:
Axel Ertelt (axelertelt@aol.com)
Datum:So 16 Dez 2007 14:47:33 CET
Betreff:Danke und Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr
 

Wir möchten uns ganz herzlich für die gute Arbeit von Frau Hedtfeld und ihrem Team "In guten Händen" (das seinen Namen zu Recht trägt), bezüglich der Pflege von Thawee im zu Ende gehenden Jahr, bedanken. Auch wenn es sicherlich nicht jeden Tag ganz einfach war. Das Team hat seine Aufgaben hervorragend gemeistert.

Für die bevorstehenden Festtage wünschen wir Frau Hedtfeld und ihrem Team (samt allen Helfern und Mitarbeitern auch der Website und des Forums) ein schönes, frohes, besinnliches und hoffentlich wenig streßreiches Weihnachtsfest.

Und für das kommende Neue Jahr 2008 wünschen wir alles Gute, viel Glück und Erfolg.

Auf ein weiteres Jahr angenehmer Zusammenarbeit.

Thawee und Axel Ertelt

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15


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Sa 17 Nov 2007 16:43:29 CET
Betreff:Links in Beiträgen
 

Bitte, gehen Sie zum Öffnen von in Beiträgen erwähnten Links wie folgt vor:

Den Link vollständig markieren und kopieren.
Anschliessend fügen Sie den Link in die Adress-Zeile Ihres Browsers ein und drücken die Eingabetaste.

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Name:
Axel Ertelt (axelertelt@aol.com)
Datum:Sa 17 Nov 2007 10:51:33 CET
Betreff:Pflegetagebuch – Gut vorbereitet für den Medizinischen Dienst
 

Wer kennt es nicht? Der Ärger mit dem Medizinischen Dienst, der permanent zu niedrig einstuft...

Unter dem Link

http://www.obk.de/imperia/md/content/cms200/vordrucke/amt50/sozialesundpflege/pflegetagebuch270607.pdf

hat der Oberbergische Kreis als PDF-Datei ein Pflegetagebuch der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Es wird dort empfohlen, ein solches Tagebuch für einen Zeitraum von einer bis zwei Wochen (vollständig) zu führen, wenn der Besuch des Medizinischen Dienstes ansteht. Dort können alle Aufwendungen und Zeiten eingetragen werden, die Sie für die Pflege benötigen. Damit können Sie den Aufwand nachweisen.

Wichtiger Hinweis aus meiner Sicht: Machen Sie eine Kopie des Pflegetagebuches und geben Sie diese dem Medizinischen Dienst. Halten Sie auf alle Fälle das Original in Ihren eigenen Unterlagen! Es könnte ein wichtiges Beweismittel sein.

Sie können die PDF-Datei aufrufen und auf Ihrem Computer abspeichern. So können Sie die Tagesberichte jederzeit ausdrucken, ohne jedes Mal ins Internet zu gehen. Falls Sie die Datei nicht aufgerufen bekommen, könnte es sein, dass Sie den dazu benötigten Adobe-Reader nicht haben – oder Ihre Version veraltet ist. Die aktuelle Version des Adobe-Readers können Sie unter diesem Link kostenlos downloaden:

http://adobe-reader.download--gratis.net/

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Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Do 01 Nov 2007 18:26:12 CET
Betreff:Umfrage - sagen Sie uns Ihre Meinung
 


* Wie können wir unser Forum für Sie interessanter machen ?

* Was sollten wir ändern ?

* Welche Rubriken sollten wir nach Ihrer Meinung zusätzlich aufnehmen ?

* Welche Themen interessieren Sie besonders ?

Bitte, lassen Sie uns Ihre Meinung wissen - wir freuen uns auf Ihre Einträge.

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12


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Di 30 Okt 2007 17:16:48 CET
Betreff:Aus der Presse
 

17. Oktober 2007
Pressemitteilung, Pflege
Bundesgesundheitsministerin Schmidt: Pflegereform gibt pflegebedürftigen Menschen bessere Betreuung, mehr Leistungen – ein Stück Heimat
Das Bundeskabinett hat heute das Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung beschlossen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärt dazu: „Die Reform verbessert die Lebenssituation für Millionen – für Pflegebedürftige, für Angehörige und für Pflege-kräfte. Jeder Mensch soll auch im Pflegefall soweit wie möglich so leben, wohnen und betreut werden, wie sie oder er es gerne möchte. Wir bringen die Pflege zu den Menschen und sichern ihnen damit ein Stück Heimat und Geborgenheit.“

Die Reform bringt zahlreiche Verbesserungen. Die Pflegebedürftigen bekommen höhere Leistungen in der ambulanten Pflege. Es entspricht dem Wunsch der meisten Menschen, im eigenen Zuhause und möglichst im Kreis der Familie gepflegt zu werden.

Pflegebedürftige können sich in Zukunft an Pflegestützpunkte in ihrem Stadtviertel oder ihrer Gemeinde wenden. Sie erhalten einen individuellen Anspruch auf Beratung und Begleitung durch einen Pflegeberater.

Altersverwirrte Menschen und demenziell Erkrankte werden besser gestellt. Es wird für die Betreuung von Menschen, die eingeschränkt sind in ihrer Alltagskompetenz, künftig bis zu 2.400 Euro pro Jahr geben.

Pflegende Angehörige und ehrenamtlich Engagierte werden stärker unterstützt. Mit der erstmaligen Einführung einer Pflegezeit von bis zu sechs Monaten wird es Angehörigen ermöglicht, entweder selbst zu pflegen, zu betreuen oder eine gute Pflege und Betreuung zu organisieren.

Die Qualitätssicherung im ambulanten und stationären Bereich soll weiter ausgebaut werden. Die Prüfberichte des Medizinischen Dienstes (MDK) werden in allgemein verständlicher Sprache aufbereitet und – z. B. im Internet – veröffentlicht. Damit wird für Bürgerinnen und Bürger Transparenz über Qualität und Leistungsfähigkeit der Einrichtungen geschaffen.

Das Gesetz soll zum 1. Juli 2008 in Kraft treten.

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Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Di 30 Okt 2007 17:01:53 CET
Betreff:Sozialgesetzbuch (SGB) - Elftes Buch (XI) - Soziale Pflegeversicherung
 

Aus Gesetzestexten des Bundesgesundheitsministeriums

§ 3 Vorrang der häuslichen Pflege
1 Die Pflegeversicherung soll mit ihren Leistungen vorrangig die häusliche Pflege und die Pflegebereitschaft der Angehörigen und Nachbarn unterstützen, damit die Pflegebedürftigen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können.
2 Leistungen der teilstationären Pflege und der Kurzzeitpflege gehen den Leistungen der vollstationären Pflege vor.


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10


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Di 30 Okt 2007 15:48:36 CET
Betreff:Ihre Beiträge
 

Unser Forum wird tatsächlich leider noch wenig genutzt.

Wir haben nach den möglichen Gründen dafür gesucht und könnten uns vorstellen, dass Sie zwar gerne Ihre Gedanken hier schreiben, aber anonym bleiben möchten.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge in welcher Form auch immer - alle Ihre Nachrichten könnten für andere Leser nützlich sein.

Wenn Sie anonym veröffentlichen wollen, dann schreiben Sie in die Zeile NAME wirklich einfach ANONYM - aber geben Sie unbedingt Ihre E-Mail-Adresse ein, weil wir Ihren Beitrag sonst nicht weiter bearbeiten können.

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9


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Mo 29 Okt 2007 19:43:30 CET
Betreff:Eine ganz traurige Geschichte
 


Wir haben aus dem erwähnten Newsletter von Herrn Axel Ertelt eine Geschichte herausgegriffen, welche uns ausserordentlich bewegt und die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
Wenn Sie den Newsletter (Inhaltsverzeichnis sehen Sie im Eintrag Nr.8) in der Gesamtheit bestellen wollen, dann fordern Sie ihn bitte an bei axelertelt@aol.com


Portrait: Thawee Ertelt (Wie alles begann)

Thawee wurde am 3. September 1954 in Thailand geboren. Wir sind seit Dezember 1987 verheiratet. Sie war immer sehr lustig und aktiv. Kaum ein Thaifest, das wir nicht besuchten und auf dem sie nicht ausgelassen getanzt hätte. Sie war fast jeden Tag unterwegs, ob bei einem Einkaufsbummel durch die Stadt, zu Besuch bei Freunden, oder einfach nur für einen ausgiebigen Spaziergang durch die Natur.

Sie war… - Dies alles ist nun vorbei, hat sich schlagartig, von einem Augenblick auf den anderen, geändert. Heute ist sie zu 100 % schwer behindert, halbseitig gelähmt und hat extreme Sprachschwierigkeiten.

Ein Pflegefall, der rund um die Uhr betreut werden muss, da sie absolut nichts alleine machen kann. – Nicht alleine zur Toilette gehen, nicht alleine etwas zu essen machen, nicht alleine eine Getränkeflasche öffnen… All die kleinen alltäglichen Dinge müssen ihr angereicht werden. Sprechen kann sie nur ein paar einzelne Wörter – keine zusammenhängenden Sätze mehr. Verstehen tut sie jedoch (nach unserer Einschätzung) alles, wenn man ruhig und langsam mit ihr spricht und keine komplizierten Sätze bildet. Und obwohl sie nichts alleine machen kann und bei allem auf Hilfe angewiesen ist, stuft sie der Medizinische Dienst nur in Pflegestufe II ein. Inzwischen (seit Frühjahr 2006) bereits zum dritten Mal. Beim zweiten Mal legten wir Widerspruch ein (mit einer 8seitigen Begründung und Rechnung über die bei ihr benötigte Pflegezeit). Da kam der Medizinische Dienst dann das dritte Mal – mit dem gleichen Resultat: Pflegestufe II. Trotzdem hielten wir den Widerspruch aufrecht. Resultat: Er wurde dem Krankenkassenausschuss erneut vorgelegt und dann von dort endgültig abgelehnt. – Nun sind bereits wieder einige Monate vergangen und es wird Zeit einen erneuten Antrag zu stellen. Das Ganze ist mir nämlich absolut unverständlich, kenne ich selbst doch genügend Fälle, wo Personen in Pflegestufe III sind, die (wenn auch nur mit Rolli) alleine draußen herumlaufen können, selber Essen kochen und, und, und… Alles Dinge, die Thawee NICHT kann!

Wie aber kam es zu der heutigen Situation? Kurz nach Ostern des Jahres 2005, an einem Samstagmorgen, ca. 7.40 Uhr, hat alles begonnen. Thawee war noch im Bett und ich wollte gerade die Wohnung verlassen, als ich im Schlafzimmer etwas poltern hörte und Thawee daraufhin zu schreien anfing. Sie lag neben dem Bett und konnte nicht aufstehen. Sie hatte kein Gefühl mehr in der rechten Seite. Noch ahnten wir nichts Schlimmes. Ich dachte in diesem Moment, sie hätte sich verlegen und ihr rechtes Bein sei eingeschlafen. Ich half ihr auf und schleppte sie ins Wohnzimmer auf die Couch und massierte ihr rechtes Bein. Aber sie spürte gar nichts und konnte die ganze Seite nicht mehr bewegen. Da wurde mir doch unheimlich und ich bestand darauf einen Arzt zu rufen – trotz Thawees anfänglicher Proteste. Glücklicherweise war es unser Hausarzt, der an diesem Samstag Dienst hatte und auch sofort am Telefon war. Ich schilderte ihm die Umstände und er war daraufhin innerhalb von 5 Minuten bei uns. Seine Verdachtsdiagnose: Schlaganfall! Das traf uns völlig unvorbereitet und wir waren geschockt. Infusion, Rettungswagen, Notarzt, Einlieferung ins Klinikum Lüdenscheid. Wenige Stunden später war ihr Zustand fast wieder normal. Und als sie zweieinhalb Wochen später entlassen wurde, hatte sie fast keine Probleme mehr – außer, dass sie in den drei rechten Fingern der rechten Hand noch nicht wieder ein richtiges Gefühl hatte. Aber dies gab sich im Laufe der kommenden Wochen auch wieder.

Natürlich bekam sie regelmäßig Medikamente und ärztliche Kontrollen. Alles schien wieder gut zu sein, zumal man im Krankenhaus auch keinerlei Ursachen hatte feststellen können. Doch dann kam jener verhängnisvolle Tag Ende August 2005, der die Schicksalswende einleiten sollte. Thawee bekam plötzlich Sprachschwierigkeiten, die sich aber innerhalb weniger Minuten wieder legten. Kurz darauf kam aber dann noch ein brennendes Prickeln in der ganzen rechten Körperseite. Vorgewarnt brachte ich sie zum Arzt. Erneut Verdacht auf einen erneuten Schlaganfall. Rettungswagen und aus der Arztpraxis heraus ins Krankenhaus Lüdenscheid. Aber es ging ihr soweit wieder gut, alles war wieder normal. Nach eineinhalb Wochen hatte man erstmals (freitagnachmittags) den Verdacht, dass für die Schlaganfälle eine extreme Gefäßverengung im Kopfbereich verantwortlich wäre. Am Montagmorgen sollte dies dann genauer untersucht werden. Da sie momentan völlig gesund schien, durfte sie übers Wochenende nach Hause. So holte ich sie Samstagmorgen ab und brachte sie Sonntagabend gegen 18.00 Uhr zurück. Im Krankenhaus bekam sie direkt ihr Abendessen, wobei ich ihr noch Gesellschaft leistete. Danach, so gegen 18.40 Uhr wollte ich nach Hause fahren und sie wollte mich noch nach unten zum Eingang begleiten.

Im Aufzug, auf dem Weg nach unten, passierte es dann. Sie bekam den nächsten großen Schlaganfall. Nur mit Mühe konnte ich sie zurück auf die Station bringen, wo glücklicherweise auch gerade ein Arzt zugegen war (sonntags abends ja nicht die Regel bei der wochenendlichen Notbesetzung). Verlegung ins Überwachungszimmer und an alle Überwachungsgeräte angeschlossen. Nichts Auffälliges feststellbar. Doch innerhalb von wenigen Minuten änderte sich ihr Zustand rapide – bis hin zu extremen Sprachproblemen (keine Verständigung mehr möglich). Sie wurde für eine CT vorbereitet und ich fuhr dann nach Hause, als sie abgeholt wurde.

Am nächsten Morgen rief sie mich selbst schon vor 7.00 Uhr an. Sie konnte wieder normal sprechen, hatte aber kein Gefühl in der rechten Seite mehr. Das blieb dann erst einmal so. Am Montagnachmittag sprachen wir dann mit dem Arzt, der inzwischen die vermutete Gefäßverengung im Kopf bestätigte. Früher hätte man da gar nichts machen können, hieß es, aber (zum damaligen Zeitpunkt) seit eineinhalb Jahren gäbe es die Methode einen Stant zu setzen, wie das auch am Herzen gemacht würde. Wir stimmten diesem Eingriff zu, weil ja sonst keine Chance auf Besserung vorhanden war. Es gab damals zwei Kliniken, die so etwas machen konnten und zur Auswahl standen. Beide machten dies gleich lange und hatten somit die gleichen Erfahrungen. Die eine war in Bayern (irgendwo in der Nähe von München), die andere war das zum Kreisklinikum Siegen gehörende Haus Hüttenthal in Siegen-Weidenau, eine Spezialklinik für die Behandlung von Schlaganfällen. Was gab es da groß zu überlegen? Und so ging es mittwochs ab nach Siegen. Donnerstag sollte der Eingriff im Laufe des Vormittags stattfinden. Danach noch ein bis maximal 3 Tage zur Beobachtung in Siegen, danach zurück nach Lüdenscheid und Beginn der Reha. So war es gedacht und geplant. – Doch: DENKSTE!

Wenn die Ärzte nicht soviel verpfuscht hätten… Donnerstagmittag, gegen 12.05 Uhr (das Essen stand schon auf dem Tisch), ging das Telefon. Kreisklinikum Siegen, Haus Hüttenthal: Bei dem Eingriff ist es leider zu Komplikationen gekommen. Ihre Frau liegt auf der Intensivstation und wird im künstlichen Koma gehalten. Können noch nichts sagen was wird… (Mehr war am Telefon nicht zu erfahren.) – Schock – versucht noch einen Happen zu essen – ging nicht so richtig, Appetit vergangen – Essen stehen lassen – ins Auto und ab nach Siegen…

14.08 Uhr standen wir vor dem Eingang zur Intensivstation. Dauerte eine halbe Ewigkeit bis jemand kam. Dann die Schwester: Bitte setzen Sie sich in den Warteraum. Die Ärzte sind gerade bei Ihrer Frau… Auf unsere Fragen, was den los sei nur teilnahmsloses Schulterzucken – konnte (oder wollte) sie nichts zu sagen. Die Minuten wurden zur Qual. Es dauerte fast eine Stunde, dann kam ein Assistenzarzt und teilte uns mit, dass meine Frau gerade in den OP gekommen wäre. Ihr Gehirn würde immer mehr anschwellen und medikamentös sei dies nicht in den Griff zu bekommen. Nun müsse man ihr den Schädel öffnen, um das Gehirn zu entlasten (ihre einzige Chance)…

Wieso – weshalb – warum? Darauf erhielten wir bis heute keine befriedigende Antwort. Es war dann schon fast 17.00 Uhr, bis endlich ein Arzt kam (der Narkosearzt, der auch am Vormittag bei dem eigentlichen Eingriff zugegen war). Jetzt endlich erfuhren wir erste Details. Bei dem Eingriff war es zu einer Blutung im Gehirn gekommen (warum konnte – oder wollte – er nicht sagen). Daraufhin gab es einen neuen Schlaganfall worauf wiederum das Problem mit der Anschwellung des Gehirns folgte…

Endlich dürften wir zu Thawee, von der wegen des dicken Kopfverbandes und der ganzen Schläuche (Infusionen, künstliche Beatmung usw.) sowie Kabel fast nichts zu sehen war. – Acht Tage wurde sie im künstlichen Koma gehalten bis die Medikamentendosis langsam verringert wurde, so dass sie langsam aufwachen konnte. Während der ganzen Zeit blieben wir im Ungewissen. Keiner der Ärzte wollte auch nur ansatzweise sagen, ob sie überhaupt eine Überlebenschance hätte. Den Minen der Ärzte nach wohl eher kaum. Nicht gerade Hoffnung weckenden Benehmen der Ärzte… Der Narkosearzt war der einzige, der uns annähernd etwas sagte. Der Professor, der den Eingriff vorgenommen hatte, war angeblich nie da oder im OP wenn wir dort waren (in der Regel jeden Tag von Mittags bis Abends. So haben wir den Professor nie zu Gesicht bekommen – in den ganzen Wochen nicht! (Wie wir meinen, schlichtweg eine Sauerei!) Drei Tage dauerte das Aufwachen und noch mal einen Tag bis sie die Augen öffnete. Ansonsten keinerlei Reaktion. Danach dauerte es ganze acht Tage, bis sie die ersten Bewegungsversuche machte – aber nur linksseitig. Jetzt war auch die Zeit gekommen, dass sie auf eine andere Station, auf eine Überwachungsstation, verlegt wurde. Dort blieb sie dann noch ca. eine Woche, bis sie auf eine normale Station verlegt wurde.

Erst hier zeigte sie die wirklich ersten erkennbaren Reaktionen. Zuvor hatte sie uns in der Regel nur teilnahmslos angeschaut. Immer noch hatte sie die Schläuche in der Nase, durch die sie ernährt wurde. Sie kann nicht Schlucken! war jedes Mal die lapidare Antwort wenn wir die Schwestern, Pfleger oder Ärzte darauf ansprachen. Auf die Frage, wann sie denn wieder Schlucken könne nur dumme Gesichter und Schulterzucken. Andeutungsweise Bemerkungen wie kann man nicht wissen – vielleicht nie mehr – usw. So kam der Tag, an dem Thawee die Schläuche in der Nase endgültig leid war und sie sich diese selber herauszog. Sofort kamen sie wieder herein. Kurz darauf waren sie wieder draußen. So ging dass über mehrere Tage bis man ihr eine Magensonde einsetzen wollte um dieses Problem zu lösen. Schließlich ist das dauernde rein-raus ja auch gefährlich. Im (blinden) Vertrauen auf die Ärzte, die da immer wieder betonten sie kann nicht schlucken, stimmte ich zu. Das war ein fataler Fehler, wie sich wenig später herausstellte.

Am nächsten Tag kam ich ins Krankenhaus und sie hatte die Magensonde eingesetzt bekommen. Angeblich war alles prima verlaufen und gut. – Als ich am nächsten Abend zu ihr kam ging es ihr wider Erwarten außergewöhnlich schlecht. Ihr Bauch war mit großen Tüchern abgedeckt und sie schien dort extreme Schmerzen zu haben. Ich wollte gerade einen Arzt aufsuchen, als ein solcher hereinkam (wieder ein neuer, den ich noch nicht kannte). Jetzt erfuhr ich wenigstens was los war: Der ganze Bauchbereich, großflächig um die eingesetzte Magensonde hatte sich infiziert, so dass man ihr diese wieder hatte entfernen müssen. Jetzt lag sie da und hatte die offene, infizierte Bauchwunde – nur lose mit Salbe und Tüchern abgedeckt. Als der Arzt die Tücher anhob bekam ich wieder mal einen Schock. Der ganze Bereich ca. 15 bis 20 cm im Durchmesser, war fast pechschwarz. Eiter und andere Wundflüssigkeiten traten permanent aus. Beim Anblick konnte einem speiübel werden. Geschockt fragte ich den Arzt, was denn jetzt damit geschehen solle. Beiläufig meinte er, die Wunde müsse wohl operativ gereinigt und gesäubert werden…

In der Hoffnung, dass dies geschehen wäre fuhr ich am nächsten Nachmittag wieder zu Thawee. Doch nichts, gar nichts, hatte sich geändert. Sie lag unverändert mit der offenen, lose abgedeckten Bauchwunde in ihrem Bett und schaute mich ganz verzweifelt an… Von Seiten der Ärzte hieß es dann, man müsse abwarten (Wozu? Keine Antwort!), vielleicht morgen. Aus Morgen wurde dann übermorgen. Und an diesem Tage rief wieder einmal das Krankenhaus an und teilte mit, dass man Thawee Klinikum intern in ein anderes Haus verlegt habe (Haus Siegen in Siegen in der Oberstadt), weil man in Weidenau die Wunde nicht operativ säubern und verschließen könne! – Wie bitte? Komplizierte Kopf-OPs kann man machen. Für eine solch simple Bauchwunde ist man in Weidenau zu dämlich? (So krass muss ich es einfach mal sagen.)

An diesem Nachmittag fuhr unser Sohn mit zwei Freundinnen von Thawee hin. Sie lag im neuen Krankenhaus auf einer normalen Station und wartete auf ihren OP-Termin, der noch an diesem Abend stattfinden sollte. Das war freitags. Am Samstag waren wir beide, unser Sohn und ich, dort. Sie lag noch auf der Intensiv-Station. Und hier muss ich ausdrücklich erwähnen, dass das Personal dort außergewöhnlich nett und freundlich war. Ein krasser Unterschied zum Haus Hüttenthal in Weidenau.

Am Sonntag fuhr ich alleine hin. Sie war immer noch auf der Intensivstation. Kurz nach meinem Eintreffen kamen zwei Schwestern herein: So, Frau Ertelt, wir wollen Sie dann noch einmal ans Fenster setzen, damit Sie mal wieder etwas anderes sehen! – Ich war völlig perplex. Mit so etwas hätte ich niemals gerechnet – zumal nach den Aussagen und Handeln der Ärzte in Weidenau nicht. So fragte ich, ob das den möglich und gut für sie sei. Ja, warum denn nicht. Sie kann doch nicht immer nur im Bett liegen und die Decke anstarren! Und dann erfuhr ich, dass sie auch schon am Vormittag für eine gute Stunde im Sessel am Fenster gesessen hatte.

Als sie dann am Fenster saß, lebte sie förmlich auf und zum ersten Mal habe ich wieder ein angedeutetes Lächeln in ihrem Gesicht gesehen. Am nächsten Tag kam sie auf eine normale Station. Es war die Station, wo sie auch bei der Einlieferung gewesen war. Hier stellte sich heraus, dass ihre Tasche mit all ihren Sachen spurlos verschwunden war. Offenbar hatte sich niemand darum gekümmert, als sie zur Intensiv kam. Die Tasche mit ihren ganzen Sachen ist bis heute nicht wieder aufgetaucht! Niemand wollte die Verantwortung dafür übernehmen und angeblich war keiner vom Personal, das ich im Laufe der Wochen kennen lernte an jenem Abend im Dienst. Merkwürdig, nicht wahr! Jedenfalls liegt es ja wohl eindeutig in der Verantwortung des Krankenhauses, dass die Tasche auf nimmer Wiedersehen verschwand. Von dort kam nicht einmal eine Entschuldigung – geschweige denn ein Angebot auf Ersatz! Eine von zwei krassen Negativerfahrungen im Haus Siegen. Ansonsten aber verdient auch das Pflegepersonal im Haus Siegen ein dickes Lob.

Am Abend des ersten Tages auf der normalen Station kam ein Pfleger herein und hatte einen Becher Joghurt in der Hand: So, Frau Ertelt, jetzt wollen wir mal schauen, ob Sie wirklich nicht schlucken können!

Offenbar misstraute man hier den Ärzten und dem Personal aus Haus Hüttenthal. Vielleicht kannte man ja seine Pappenheimer… Und siehe da, Thawee konnte schlucken! – Und wie! Den ganzen Becher verputzte sie in kürzester Zeit mit Heißhunger. – Innerhalb von drei Tagen(!) war sie wieder auf ganz normale Kost! – Wie zum Kuckuck soll ich denn das jetzt verstehen? In Weidenau hieß es immer: Sie kann nicht schlucken – vielleicht nie wieder – und hier konnte sie auf einmal (und quasi sofort) ganz normal schlucken und essen? Drängt sich doch stark der Verdacht auf dass man in Weidenau einfach zu bequem war es überhaupt zu versuchen und auszuprobieren!

Jedenfalls ging es ihr hier deutlich besser. Man kümmerte sich mehr und intensiver um die Patienten. Inzwischen war es schon der 7. November 2005 geworden. Ich war wieder einmal abends bei ihr und als ich dann nach Hause fahren wollte, wollte ich noch etwas von ihr wissen. Entweder verstand sie mich nicht ganz oder fand keine Möglichkeit mir ihre Antwort zu verstehen zu geben. Jedenfalls sagte ich zu ihr, dass sie sich über meine Frage keine Gedanken machen solle und ich jetzt die Schwestern fragen wollte, wenn ich nach Hause führe…

Im Schwesternzimmer konnte man mir nicht weiterhelfen, da gerade eine neue Schicht angefangen hatte: Am besten fragen Sie einen Arzt danach. Da aber keiner mehr da war fragte ich, wann den Morgen einer zu sprechen wäre. Die Schwestern schauten mich mit einem merkwürdig verständnislosen Blick an: Wieso morgen? – Ja, ich komme dann morgen wieder. – Kopfschütteln und die offensichtlich äußerst verwunderte Bemerkung Aber sie wird doch morgenfrüh in die Reha verlegt!

Ich war wieder einmal mehr geschockt. Hätte ich jetzt nicht (vergeblich) wegen meiner Frage nachgefragt, ich wäre am nächsten Abend gekommen und Thawee wäre gar nicht mehr da gewesen…

Es war für die Reha eigentlich alles geplant. Zusammen mit einer Ärztin hatten wir in Weidenau vereinbart, dass sie nach Hagen Ambrock in die Reha käme. Das ist immerhin zeitlich und kilometermäßig nur ein Drittel der einstündigen, gut 60 km weiten Strecke nach Siegen. Och, sagte ich als ich mich vom ersten Schock erholt hatte, das ist ja prima. Nach Hagen Ambrock ist es ja nicht mehr so weit! – Wieso Hagen Ambrock? Sie kommt nach Bad Berleburg! …

Der nächste Schock, wo um alles in der Welt ist nun Bad Berleburg und wie komme ich dahin? Wieso nach Bad Berleburg? Es war immer gesagt worden nach Hagen Ambrock! – Die Begründung war, dass man in Bad Berleburg die noch nicht ganz verschlossene und verheilte Bauchwunde weiter mitbehandeln könne, was man in Ambrock angeblich nicht konnte. Also: Bad Berleburg. Von uns aus bis zur dortigen Odebornklinik, wo sie dann hinkam, 104 km und zwei Stunden Fahrt, fast ausschließlich über Landstraßen durch die Dörfer. Das waren dann pro Tag, den wir sie besuchten, 208 km und 4 Stunden Autofahrt. Klar, dass dies nicht mehr (fast) jeden Tag möglich war. So fuhren wir abwechselnd alle zwei bis drei Tage.

In der Odebornklinik in Bad Berleburg lebte sie so richtig auf. Schon die Zimmer waren nett und sauber eingerichtet mit relativ neuem Inventar. Wir konnten hier auch mit ihr durchs Krankenhaus gehen, da sie ja hier auch ihren eigenen Rollstuhl hatte – und in die Cafeteria zum Kaffeetrinken. Draußen war es allerdings zu kalt. Schließlich hatten wir ja schon Winter.

Weihnachten durfte sie nach Hause. Wir holten sie Heiligabend am Morgen ab und brachten sie dann 2. Weihnachten abends zurück. Ihr Gemütszustand hat sich in diesen Tagen drastisch verbessert. Schließlich hieß es Ende Januar 2006 (nach fünfmonatigem, praktisch ununterbrochenem Krankenhausaufenthalt in insgesamt 4 Kliniken): Sie kommt nach Hause (weil die Krankenkasse die Reha nicht mehr verlängern wollte).

Kurz vor Mittag des 28. Januar 2006 war es soweit. Das Auto für den behindertengerechten Transport kam vorgefahren. Eine über alle Backen strahlende Thawee saß darin. – Endlich wieder zu Hause! War das eine Freude. Der Rest des Tages verlief gut.

Die Nacht verlief etwas unruhig, da sie zu diesem Zeitpunkt noch einen Katheder hatte und Stuhlgang gemacht hatte. Also Windeln wechseln. Am nächsten Morgen dann der nächste Schock: Sie klagte über Kopfschmerzen und der Kopf war wieder dick angeschwollen. Also wurde der Arzt gerufen, der auch sofort kam. Die Folge: Einweisung ins Klinikum Lüdenscheid – zu Hause ade…

Nach 8 Tagen kam sie dann endgültig wieder nach Hause. Zwischendurch in 2006 immer wieder extreme Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe infolge ihres schlechten Stuhlganges. Fast ein Dutzend Mal musste der Arzt kommen und ihr eine Infusion geben. Zweimal musste sie deswegen als Notfall ambulant ins Krankenhaus und einmal (im Dezember 2006) für 8 Tage stationär. Seitdem geht es inzwischen besser…

Bis Ende Februar 2006 hatten wir den Pflegedienst In guten Händen (s. Empfehlung in Ausgabe 2 http://www.tag-und-nachtpflege.de/) morgens, mittags und abends da (ab März 2006 dann morgens und abends).

Ihr heutiger Zustand: Zwischendurch immer wieder mal eine kurze, depressive Phase. Freut sich aber über jeden Besuch oder Blumengruß, ist immer noch rechtsseitig gelähmt, hat aber soviel Gefühl, dass sie wenige Meter mit Unterstützung/Hilfe laufen kann. Sprachlich hapert es ganz deutlich, sowohl in ihrer Muttersprache Thai (geht allerdings etwas besser) als auch in Deutsch. Sie versteht offensichtlich alles, kann aber nicht in vollständigen Sätzen sprechen und antworten – nur in einzelnen Worten. Viele Worte, die sie heute benutzt, sind Phantasieworte und entstammen weder dem Deutschen, noch dem Thailändischen…

Nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben, muss ich heute sagen: Nie wieder kommt mir jemand aus unserer Familie nach Siegen ins Kreisklinikum – und ganz bestimmt nicht ins Haus Hüttenthal nach Siegen-Weidenau!




Thawee und Axel Ertelt
Hausanschrift: Lohstr. 37, D-58553 Halver
Postanschrift: Postfach 1227, D-58542 Halver
Tel.: 02353-2005, Fax: 02353-2006
Email: axelertelt@aol.com



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Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:Mo 29 Okt 2007 16:53:05 CET
Betreff:Wichtige Termine
 

Für in dem Beitrag genannte Links und Internetadressen geben wir folgende Hinweise:
Kopieren Sie diese Links und Internetadressen und geben sie diese zum Aufrufen in Ihr jeweiliges Programm (E-Mail-Programm bzw. Internet-Browser) ein.

Folgende Daten wurden uns von Herrn Axel Ertelt, Halver,übermittelt:

Thema: Wichtige Termine - Neuer Newsletter erschienen

Kommentar: Unser aktuelles Info, die Ausgabe 03 der Informationen für Behinderte und ihre Angehörigen, ist soeben erschienen. Nachstehend eine kurze Inhaltsübersicht. Beachten Sie dabei auch die beiden aktuellen Termine für November 2007. Wer diese Informationen als Email-Newsletter haben möchte, kann sich bei uns melden: axelertelt@aol.com. Der Versand ist kostenlos und unverbindlich.

Inhaltsübersicht der aktuellen und bisher erschienenen Ausgabe(n):

Ausgabe 03 (November/Dezember 2007):
1. Als Sozialhilfeempfänger im Heim ist man arm dran (Sozialer Missstand: Schonbetrag deckt u. U. nicht einmal die Friedhofskosten – geschweige denn die komplette spätere Beerdigung…)
2. Portrait: Thawee Ertelt – Wie alles begann (Thwaees Leidensweg und der Pfusch im Haus Hüttenthal (Kreisklinikum Siegen) in Siegen-Weidenau.)
3. Hilfe nach Maß mit dem Persönlichen Budget (Vorgestellt: Ein Pilotprojekt aus Rheinland-Pfalz, das ab 2008 bundesweit eingeführt wird.)
4. TERMIN: Info-Veranstaltung Trägerübergreifendes Persönliches Budget
(Dreieinhalb Jahre wurde es erprobt und 2008 wird es zur Regelleistung: Das so genannte Trägerübergreifende Persönliche Budget (TPB). Im Sozialgesetzbuch IX wird verankert, dass Rehabilitationsträger ab dem kommenden Jahr Teilhabeleistungen als Geldleistung in Form des Persönlichen Budgets erbringen können… Lesen Sie weiter unter:
http://www.rade-integrativ.de/news/articles/84.html.
Die Lebenshilfe Rhein-Wupper e.V. lädt zu diesem Thema
am Samstag (10. November 2007) im Radevormwalder Bürgerhaus (im rollstuhlgerechten Mehrzweckraum) zu einem Informationsvortrag ein. Gehalten wird dieser von Herrn Pandelis Chatzievgeniou vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab e.V.) in Kassel. Beginn ist um 15.00 Uhr. Der Vortrag wird voraussichtlich bis 17.30 Uhr gehen. Die Teilnahmegebühr beträgt 5,00 EUR (für Ehepaare 8,00 EUR).
Die Anmeldung zur Teilnahme ist noch bis zum 6. November 2007 möglich bei: Lebenshilfe Rhein-Wupper e.V., Sabine Maurer, Schloßmacherstraße 4 – 5, 42477 Radevormwald, Telefon: 0163-6898636, Email: jugend-integrativ@gmx.de.
4. Thailands König Bhumibol Adulyadej erkrankt
(Alle Symptome deuten auf einen Schlaganfall mit den gleichen Ursachen wie bei Thawee [s. Portrait in dieser Ausgabe].)
5. Petition in der Parlamentarischen Prüfung
(Nochmals: Zwischenbilanz zu unserer Petition, vorgestellt in Ausgabe 01.)
6. TERMIN: Neue öffentliche Petition für Behinderte
(Einzusehen: http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=543. Es geht dabei u. a. auch um die Forderung nach kostenloser Beförderung Behinderter im Fernverkehr der DB. Diese Petition steht noch in der Mitzeichnungsfrist. Wer sie unterstützen will oder einen Kommentar dazu abgeben will, der kann dies noch bis zum 27. November 2007 machen!)
7. MS-Kontaktkreis Schalksmühle e. V.
(Vereine und Organisationen vorgestellt.)
8. Wo bekomme ich was? (1): Treppenlifte
(Eine gute Adresse für Treppenlifte – alles aus einer Hand.)
9. Wegweiser Selbsthilfegruppen
(Buchvorstellung des Buches von Jürgen Matzat.)
10. Vorschau auf die nächste Ausgabe:

Ausgabe 02 (Oktober/November 2007):
1. Zwischenbilanz bei unserer öffentlichen Petition zu den Unterschieden bei der Auszahlung der Pflegekassen an Pflegedienste und Angehörige
(Hinweis zum Bericht aus Ausgabe 01.)
2. Auch ein Forum für Betroffene
(Über unseren Info-Newsletter)
3. Pflegekosten: Kleine Hilfe
(Tipps der Stiftung Warentest [FINANZtest:] zur Steuerersparnis)
4. Pflegedienst: In guten Händen
(Pflegedienstempfehlung für Halver und Umgebung)
5. Sind Pflegekräfte aus Osteuropa billiger?
(Eine nicht zu empfehlende Praxis, die ernste Folgen haben kann.)
6. Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
(Vereine und Organisationen vorgestellt.)
7. Mehr Rechte für Behinderte und Personen eingeschränkter Mobilität bei Flugreisen.
(Wiederholung aus Info-Newsletter 01.)

Ausgabe 01 (September 2007):
1. Mehr Rechte für Behinderte und Personen eingeschränkter Mobilität bei Flugreisen.
(Beschluss des Europäischen Parlaments.)
2. Unterschiedliche Leistungen der Pflegekassen für Pflegedienste und Angehörige sind
ungerecht!
(Öffentliche Petition an den Deutschen Bundestag. Mitzeichnungsfrist endete am 09.10.2007. Petition in der parlamentarischen Prüfung.)


E-Mail: axelertelt@aol.com

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7


Name:
Moderator (k-stz@t-online.de)
Datum:So 28 Okt 2007 17:00:35 CET
Betreff:Petition an den Deutschen Bundestag
 

Herr Axel Ertelt Halver hat eine Petition an den Deutschen Bundestag eingereicht.
Diese Eingabe ist so interessant, dass wir diese hier im Wortlaut wiedergeben:

Pflegeversicherung: Leistungen für AngehörigeEingereicht durch: Axel Ertelt am Montag, 20. August 2007
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Leistungen aus der Pflegeversicherung der Krankenkassen bei den Pflegestufen I, II und III gleichgestellt werden und in gleicher Höhe ausgezahlt werden - egal, ob die Pflege durch einen Pflegedienst (Vertragspartner) oder selbst (Angehörige) übernommen wird.Begründung: Die Pflegeleistungen für einen behinderten/pflegebedürftigen Menschen bleibt die gleiche, egal ob sie durch einen Pflegedienst/Vertragspartner oder selbst/Angehörige vorgenommen wird. Die Unterstützung durch die Pflegekasse in Form einer finanziellen Leistung ist aber unterschiedlich. Sie beträgt in Stufe I weniger als 2/3 (179 EUR weniger), in Stufe II weniger als 1/2 (511 EUR weniger) und in Stufe III weniger als 1/2 (normale Leistung 767 EUR weniger/in Härtefällen mindestens 767 EUR weniger). Dies verstößt m. E. gegen das Gleichheitsprinzip (allgemeines Verständnis) und somit auch gegen Artikel 3 (1) des Grundgesetzes (""Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."") sowie gegen Artikel 3 (3) ""…Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."" Letzteres ist aber m. E. der Fall bei den Pflegeleistungen, da hier in erster Linie die Pflegebedürftigen benachteiligt werden, wenn die vertraute Person eines nahen Angehörigen für die gleiche Leistung deutlich weniger Geld bekommt.Nur einmal die Grundpflege genommen, besteht diese hauptsächlich aus Waschen, Windeln wechseln, Ankleiden und was sonst noch alles dazu gehört. Dies kann selbst (Angehörige) mindestens genausogut und für die Betroffenen, da vertraute Personen (Pflegedienst wechselt in der Regel häufig) besser durch Angehörige geschehen, was auch zum Gemeinbefinden des Behinderten/Pflegebedürftigen beiträgt.Bei Pflegestufe II bedeutet dies, dass in der Regel der Pflegesatz für den Pflegedienst (bis 921 EUR) schon/nur bei der morgendlichen Grundversorgung ausgeschöpft ist und die Angehörigen nichts (oder so gut wie nichts) mehr bekommen, obwohl diese mehr als 80 % der Pflege machen.Diese Situation und Praktik ist nicht nur ungerecht, sondern gefährdet auch die Existenz von Angehörigen wenn die Pflegebedürftigen rund um die Uhr Aufsicht und Betreuung benötigen. So mancher Angehöriger dürfte da zum Sozialfall werden. Auch aus diesem Grund muss m. E. die Leistung der Pflegekassen für Angehörige angepasst und mit der für Pflegepersonal gleichgesetzt werden. Die Unterschiede nachstehend:Stufe I: Pflegedienst/Vertragspartner = 384 EUR, selbst/Angehörige = 205 EUR; Stufe II: Pflegedienst/Vertragspartner = 921 EUR, selbst/Angehörige ) = 410 EUR; Stufe III: Pflegedienst/Vertragspartner = 1.432 EUR (Härtefall bis 1.918 EUR), selbst/Angehörige = 665 EUR (Quelle: www.vereiniggte-ikk.de (Pflegeversicherung, unsere Leistungen)

Petition unterschreiben(Abschlusstermin für die Mitzeichnung: Dienstag, 9. Oktober 2007)
Diese Petition wird jetzt abgegeben. Updates zum Petitionsverfahren finden Sie im Abschnitt "Stand der Bearbeitung".

Angaben zu der Öffentlichen Petition
Bezeichnung der Öffentlichen Petition: Pflegeversicherung: Leistungen für Angehörige
Eingereicht von: Axel Ertelt
Abgabedatum: Montag, 20. August 2007
Themenbereich: Sozialversicherung, Kinderbeihilfen, Arbeitsmedizin
Anzahl der Unterstützer, Mitzeichner: 267
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=502
Wenn Sie diesen Link kopieren und in die Adressleiste Ihres Internetbrowsers eingeben, gelangen Sie zur entsprechenden Seite des Deutschen Bundestages. Dort können Sie weitere Einzelheiten finden.

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6


Name:
Dipl.-Ing.Klaus Steinmetz(VDI) (k-stz@t-online.de)
Datum:So 28 Okt 2007 14:29:52 CET
Betreff:Herr Axel Ertelt Halver hat uns zu seinen Newslettern geschrieben
 

Ich könnte immer eine Kurzübersicht ins Forum stellen, die eine Inhaltsübersicht und die eventuell wichtigsten oder termingebundenen Themen kurz anspricht. So könnten mögliche Interessenten dann den kompletten Newsletter anfordern.
Alle bisherigen Ausgaben sind noch verfügbar und können Ihnen noch gerne zugeschickt werden. Fordern Sie diese per Email an bei: axelertelt@aol.com

Wir danken für das von Herrn Ertelt gemachte Angebot und freuen uns auf seine nächsten Veröffentlichungen, die vielen Personen sicher eine sehr nützliche Hilfe sein werden.

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5


Name:
Dipl.-Ing.Klaus Steinmetz(VDI) (k-stz@t-online.de)
Datum:So 28 Okt 2007 14:06:41 CET
Betreff:Netzwerkprobleme
 

Wir sind durch die freundliche Aufmerksamkeit von Nutzern dieses Forums darauf gestossen, dass in unserem System ein Netzwerkproblem vorhanden war.
Das Problem ist jetzt behoben und das Forum ist wieder uneingeschränkt nutzbar.
Danke an alle, die uns darauf hingewiesen haben

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4


Name:
ich (ich-du@web.de)
Datum:So 21 Okt 2007 12:18:31 CEST
Betreff:lob und kritick
 

hallo klasse arbeit weiter so

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3


Name:
Axel Ertelt (axelertelt@aol.com)
Datum:Fr 12 Okt 2007 00:38:36 CEST
Betreff:Danke für die gute Arbeit
 

Nun besteht dieses Forum bereits seit mehr als zwei Jahren und enthält immer noch keine Einträge. Das hat es nicht verdient!

Seit Februar 2006 ist meine Frau nach gut fünfmonatigen Klinikaufenthalten infolge mehrerer Schlaganfälle und zweier gründlich schief gelaufener operativer Eingriffe im Kreisklinikum Siegen (Haus Hüttenthal in Siegen-Weidenau) wieder zu Hause – als Pflegefall. Sie ist heute halbseitig gelähmt und hat extreme Sprachprobleme. Sie kann keine ganzen Sätze mehr bilden, so dass eine normale Unterhaltung mit ihr unmöglich ist. Eine Besserung ist derzeit nicht in Sicht.

Von Anfang an kommt das Team von Frau Hedtfeld zur morgendlichen Grundpflege, bis März dieses Jahres auch abends. Nur weil meine Frau, trotzdem sie überhaupt nichts selbständig machen kann, nur in Pflegestufe II eingestuft wurde, machen wir die abendliche Versorgung inzwischen selbst.

Wir sind mit der Arbeit des Teams in jeder Beziehung voll zufrieden und können das Team von Frau Hedtfeld nur wärmstens weiterempfehlen. "In guten Händen" trägt seinen Namen zu recht.

Seit einiger Zeit habe ich mit anderen Betroffenen, die eine(n) Pflegebedürftige(n) in der Familie haben (sowie auch anderen Interessierten) einen regen Email-Austausch. Daher kam die Idee einer mehr oder weniger regelmäßigen Email-Info mit Tipps, Hinweisen, Empfehlungen oder Erfahrungen (auch anderer). Offiziell versende ich diese (nur per Email) ab ca. Ende Oktober 2007 in ca. zweimonatigen Abständen. Wer Interesse daran hat, kann das Info gerne als Email von mir bekommen – natürlich kostenlos und unverbindlich.

Darüber hinaus könnte aber doch auch dieses Forum als Informations- und Diskussions-Forum dienen. Man muss es nur nutzen!

In diesem Sinne, mit freundlichen Grüßen, Axel Ertelt

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2


Name:
Klaus Steinmetz (info@cristallglas.de)
Datum:Mi 15 Jun 2005 18:05:07 CEST
Betreff:Selbsthilfegruppe "Pflegende Angehörige
 

Bericht in der Westfälischen Rundschau vom 15.06.2005
Erika Hedtfeld erläuterte vor Selbsthilfegruppe Konzept des Pflegedienstes.
Der Redaktionsbeitrag steht auf Wunsch zur Verfügung.
Bitte, fordern Sie ihn an über eMail.

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